1. Der Mann war zu arm, ein eigenes Eisen zu haben.
Viele stehen da als Prediger und sind so arm, dass sie keine eigene Botschaft haben – der Herr konnte ihnen keine geben. So reden sie dennoch, und es ist alles so leer.
Illustration: Ein Prediger: „Ich halte die „Evangeliumsposaune“ und predige dann deine Predigt. Du hast doch nichts dagegen?“
Illustration: Ein anderer: Der Anfang seiner Predigt war entliehen, wahrscheinlich von Spurgeon; aber dann verlor er den Gedanken und sein Sprechen enthielt nichts.
Illustration: Ein Prediger in der Botschaft: „Ich muss zu meinem Text kommen.“ Darauf ein anderer Bruder: „Es ist auch Zeit, denn du duselst nur herum!“
Anwendung: O weh! Das Eisen war entliehen und man hatte keine Botschaft von Gott.
2. Der Prophet war nachlässig, sich eine eigene Axt zu besorgen. Warum?
Man scheut gründliches Nachdenken und Arbeiten und verschiebt es auf später. Nachlässigkeit und Trägheit haben schon viele und gute Möglichkeiten vereitelt. Das Schöpferische kam nicht zur Geltung, obgleich Fähigkeiten da waren. Dann muss man nach der Arbeit anderer greifen, um etwas zu haben.
Illustration: Prediger A.: Am Samstagabend die „Evangeliumsposaune“ zur Hand genommen, einen Gedanken herausgegriffen und aufgeschrieben, um etwas für Sonntag zu haben.
Anwendung: Eine Zeit kann man sich durchhelfen, aber eines Tages wird sich der Mangel einstellen. – Das entliehene Eisen fliegt eines Tages fort und fällt ins Wasser. – Die Leute merken, dass der Baum nicht fällt: es sind leere Reden.
3. Der Prophet mag eine Axt gehabt haben, aber sie ging ihm verloren, er konnte sie nicht mehr finden.
a. Sie kann sehr gut gewesen sein, aber weil er sie nicht gebraucht hatte, konnte er sie nicht finden. Wo war sie geblieben?
b. Mancher hatte gute Fähigkeiten und lieferte gute Arbeit; aber irgendwo ließ es nach und die Axt ging verloren. Nun musste man borgen.
Illustration: Ein Prediger zum anderen: „Kannst du mir nicht sagen … ich habe vergessen.“
c. Was tut man? Man hilft sich durch das Leihen aus anderen Schatzkammern. Das aber deckt nicht den Verlust der eigenen Axt. Wer seine Botschaft nicht von Gott empfängt, wird ohne Salbung bleiben; die Rede ist hohl und leer, es fehlt an der Würze, dem geistlichen Element.